Kein abschlussfähiges Angebot der Arbeitgeber -
die logische Folge: Streikaktionen & Demonstrationen!
Wer gehofft hatte, dass sich die TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) fürs neue Jahr etwas vorgenommen hatte, wurde gestern und heute in Potsdam bitter enttäuscht“, bilanzierte dbb-Verhandlungsführer Volker Geyer mit klaren Worten.
„Wir jedenfalls“, so der dbb-Chef weiter, „haben darauf gedrängt, ein abschlussfähiges Angebot zu erhalten, um in der dritten Runde Mitte Februar tatsächlich einigungsfähig zu sein. Das hat die TdL erkennbar nicht gewollt. Auf diese Weise laufen TdL-Verhandlungsführer Andreas Dressel und seine Mitstreiter Gefahr, die diesjährige Einkommensrunde vor die Wand zu fahren.“
Von daher liegt auch nach dieser Runde kein Angebot vor. Geyer verärgert:
„Wir wissen jetzt vor allem, was nicht geht. Wie die TdL konkurrenzfähig bleiben will, wie die TdL die immer drängenderen Personalprobleme in den Griff kriegen will und wie die TdL schließlich verhindern will, dass die guten Leute im Landesdienst nach Alternativen Ausschau halten – darüber wollte sie nicht reden.“
„Gerade in den technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist diese Blockade der Arbeitgeber fatal:
- Der Fachkräftemangel ist real.
- Die Konkurrenz um qualifiziertes Personal ist hoch.
- Die Aufgaben in der öffentlichen Infrastruktur wachsen stetig.
Wer keine attraktiven Arbeitsbedingungen bietet, verliert – nicht irgendwann, sondern jetzt.
Ein System ohne qualifizierte Fachkräfte verliert zuerst Leistungsfähigkeit, dann Stabilität – und am Ende seine Funktionsfähigkeit“, stellt der BTB-Bundesvorsitzende Jan Georg Seidel fest.

