„Hart verhandeltes Ergebnis im Tarifbereich der Länder“
Nach drei intensiven Verhandlungsrunden sowie zahlreichen Streik- und Demonstrationsaktionen konnte in der Einkommensrunde 2025/2026 ein Tarifabschluss für den Bereich des TV-L erzielt werden.
Das erzielte Verhandlungsergebnis stellt einen Kompromiss dar und enthält sowohl
positive Aspekte als auch Punkte, die kritisch zu bewerten sind.
Die wesentlichen Verhandlungsergebnisse sind
- ab dem 1. April 2026 Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,8 Prozent und mindestens 100 Euro
- ab dem 1. März 2027 Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,0 Prozent
- ab dem 1. Januar 2028 Erhöhung der Tabellenentgelte um 1 Prozent
- Erhöhung der Entgelte für Auszubildende ab 1. April 2026 um 60,00 Euro, ab März 2027 um 60 Euro, ab 1.Januar 2028 um 30,00 Euro
- Angleichung des Kündigungsschutzes Ost an den Westen
Darüber hinaus wurden Erhöhung der Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit
vereinbart.
Positiv ist, dass der Angriff der Arbeitgeber auf den Arbeitsvorgang abgewehrt und damit eine strukturelle Verschlechterung bei der Eingruppierung verhindert werden konnte.
Keine Fortschritte gab es hingegen bei der Weiterentwicklung der Entgeltordnung und der stufengleichen Höhergruppierung. Diese Punkte bleiben aufgrund der Blockadehaltung der Arbeitgeber weiterhin offen.
Das Verhandlungsergebnis ist ein erster Schritt, löst jedoch nicht die strukturellen
Probleme des Fachkräftemangels in Technik und Naturwissenschaft. Die Gewerkschaft BTB wird sich daher für die 1:1-Übernahme auf die Beamtinnen und Beamten sowie für eine strukturelle Weiterentwicklung der Entgeltordnung einsetzen.
Weitere Informationen auch auf der Seite des dbb beamtenbund und tarifunion

