Mensch und Umwelt

Im Umweltschutz wurde in den letzten Jahrzehnten von Staat, Wissenschaft, Umweltverwaltung, Volkswirtschaft und Bevölkerung beträchtliches geleistet. Umweltschutz bleibt eine ständige fortzuentwickelnde Aufgabe, die große Teile unseres Sozialprodukts beansprucht; dies setzt eine leistungsfähige Volkswirtschaft, Wissenschaft und Umweltverwaltung voraus. Umweltschutz ist eine medien- und kompetenzübergreifende Aufgabe mit dem Schwerpunkt des "produktionsintregierten Umweltschutzes".

Besserungen sind erzielt:

  • in Flüssen und Seen eine weitreichende Reduzierung der organischen, sauerstoffzehrenden Stoffe sowie von Schwermetallen und chlorierten Kohlenwasserstoffen durch Abwasserreinigungs- und Vorbehandlungsanlagen, verbunden mit fortschrittlichen Vorschriften und Überwachung,
  • beim Boden- und Naturschutz durch Bodenschutzkonzepte und Naturschutzgesetzgebung, gefolgt von naturnaher Bodenordnung,
  • für die Luft durch Abnahme der Rauch-, Schwefel- und Schwermetallemissionen mit Hilfe neuer Filter bzw. Entschwefelungstechnik sowie gesteigertem Wirkungsgrad moderner Kraftwerke, gefordert nach strengen Emissionsvorschriften,
  • bei Abfall durch Verringerung, Differenzierung, Konzentrierung, Wiederverwertung oder umweltschonende Beseitigung sowie Produktverantwortung der Industrie.

Negative Tendenzen sind spürbar durch:

  • weitere Umweltbelastung in wachsenden städtisch-industriellen Ballungsräumen,
  • Belastung ,,vom Punkt zur Fläche" durch Landwirtschaft, Atmosphäre und Klimaveränderung,
  • anhaltenden zerstörenden Umgang mit der Natur durch Flächenverbrauch, sorglose Freizeitbeschäftigung.